Kereső

Események - kommentárra várva

A Frankfurter Allgemeine Zeitung 2008 július 7-i száma „Wir sind eine organisierende Kraft gegen die Anarchie” címmel interjút közölt Erdő Péter bíborossal. Lásd: http://www.kbwn.de/html/weltkirche.html. Néhány KÜLÖNÖSEN szemet szúró részlet a beszélgetésből:

Eminenz, ist Europa ein gottloser Kontinent geworden?Kein Kontinent ist gottlos. Wenn Sie damit meinen, dass kein Gottesbezug im Entwurf für die später ohnehin abgelehnte Verfassung stand, dann ist das nicht das wichtigste Kriterium, wenn man beurteilen will, ob ein Volk oder eine Gemeinschaft einen Gottesglauben in sich trägt und daraus lebt. [...]

Religiöser Glaube gilt heute vielen per se als fundamentalistisch und intolerant.In Ungarn ist kürzlich eine große soziologische Untersuchung veröffentlicht worden, die fest- gestellt hat, dass religiöse Menschen toleranter sind als andere. Dabei rede ich nicht von einem individuellen Glauben, sondern von einem, der gemeinschaftlich praktiziert wird. Wer so lebt, kann sich besser vorstellen, dass auch ein anderer eine solche Identität hat. Das behaupte nicht ich, das haben - wie gesagt - Soziologen festgestellt. [...]

Ein Problem bereitet die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zu den Sakramenten. Wie ist Ihre Haltung dazu?Die Gültigkeit der Unauflöslichkeit der Ehe ist - bitte schön - in katholischen Kreisen anerkannt. Das sind emotionale Tendenzen: Es gibt viele Leute, die traurig sind, weil sie etwas möchten, wofür sie aber die Bedingungen nicht erfüllen wollen. Auch das gehört zur allgemeinen Tendenz des erwähnten „schwachen Denkens”. [...]

Die katholische Kirche Ihres Landes war bekannt für ihre guten Schulen. Gilt das noch immer?
Nur sechs Prozent der Schulen sind heute noch katholisch, aber sie sind normaler als der Durchschnitt. [...]

Woher rührt die tiefe Spaltung der ungarischen Gesellschaft?Ja, die gibt es bedauerlicherweise. Auch die Kirchenspaltung trug dazu bei, wiewohl die Segregation von Magyaren und anderen Nationalitäten nicht durchweg als katholisch-protestantische Spaltung begriffen werden darf. Heute jedenfalls soll die katholische Religion nicht parteispezifisch sein. So vertritt die christlich-soziale Partei allein nicht die Katholiken. [...]